Tech Talk

BOOST STANDARD

Kleiner Unterschied mit grossem Effekt


Im vergangenen Jahrzehnt waren beim Mountainbike drei grosse Trends zu beobachten: Erstens wuchsen die Laufräder im Durchmesser von 26- auf 27.5- oder 29-Zoll. Zweitens wurden die Reifen durchs Band breiter, und drittens sind für ein agiles Handling immer kürzere Kettenstreben gefragt. Bei der Entwicklung neuer Rahmen sind diese Trends eine echte Herausforderung, denn der Platz wird insbesondere im Bereich des Tretlagers knapp, wo Reifen, Kettenstreben, das Hauptlager des Hinterbaus und Kettenblätter alle ihren Platz beanspruchen. Als Ausweg aus diesem Dilemma bietet sich der Boost-Standard an, den WHEELER darum auf das Modelljahr 2017 hin bei den Modell-Reihen Hornet, Falcon sowie den Passera Fullies eingeführt.

Konkret baut die Hinterrad-Achse neu 148mm statt 142mm breit. Das ergibt 3mm mehr Platz auf beiden Seiten des Hinterbaus. Damit die Kettenlinie weiter stimmt, rückt die Kettenblätter ebenfalls um 3 Millimeter nach aussen. Die Zahlen mögen klein erscheinen, aber sie erleichtern die Arbeit der Rahmenentwickler entscheidend. Neben der Konstruktion steiferer Rahmen erlaubt der Boost-Standard die Verwendung von nochmals breiteren Reifen, was für mehr Traktion und mehr Reserven in grobem Gelände sorgt. Zudem stehen die Speichen der Laufräder dank des grösseren Flanschabstandes an den Naben weniger steil, wodurch das ganze Laufrad steifer und robuster wird. Damit dies nicht nur am Heck klappt, wächst die Achsbreite auch vorne von 100mm auf 110mm.