Carbon: Hightech-Werkstoff für Bikes

Sieht man eines der heutigen modernen Carbon-Rennräder oder Carbon-Mountainbikes, dann sehen die Rahmen wie aus einem Guss aus. Bis es allerdings soweit ist sind viele Arbeitsschritte notwendig. Teils hochtechnisiert und automatisiert, teils in echter Handarbeit. 

Carbon wird als Werkstoff seit Jahrzehnten in der Luft- und Raumfahrt verwendet. Moderne Flugzeuge, wie der Airbus A380 sowie Kampfflugzeuge sind aus diesem Werkstoff gefertigt. Die hohen Steifigkeitswerte im Verhältnis zum Gewicht sowie die Langlebigkeit machen diesen Werkstoff interessant.
Im Gegensatz zu Aluminiumverbundwerkstoffen kann Carbon zu jeder beliebigen Form gelegt werden. Dieses bietet bei der Radherstellung einen entscheidenden Vorteil.

Formen sind so nicht mehr an eine klassische Geometrie gebunden, die über das typische Aluminiumrohrdesign mit Schweissnähten definiert wird. Ausserdem lassen sich durch eine enorme Steifigkeit erhebliche Gewichtsvorteile erzielen. Höhere Materialkosten sowie die handwerklichen Arbeitsweisen mit dem Material machen dies in der Herstellung allerdings teurer.

Produktionsprozess

Carbon -  Leicht und stabil, das Material der Zukunft. In einzelnen Schritten werden Fahrradrahmen heutzutage in der sogenannten Monocoque-Bauweise gefertigt. Bei dieser Fertigungsvariante werden einzelne Carbonmatten in eine Rahmenform gelegt und mit Harz getränkt. Anschliessend wird das Ganze erwärmt und unter Druck gesetzt bis die Rohform des Rahmens ausgehärtet ist. Nun folgt der Schönschliff, bei welchem der Rahmen geglättet und Rückstände entfernt werden. Abschliessend wird der fertige Rahmen je nach Vorgabe gefärbt oder beklebt.