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| Esther Süss gewinnt in Ornans (FRA) |
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Esther Süss gewinnt in Ornans (FRA)03. Oktober 2011
Als es endlich losging, war der Nebel noch sehr dick, und wir konnten nicht wirklich viel sehen von der Umgebung. Die ersten paar Kilometer waren eher flach am Fluss entlang und ich übernahm die Führung. Es ging flott voran und schon bald ging es in die erste Steigung. Ich fuhr einen guten Rhythmus und schon bald öffnete sich ein Loch, und wir waren nur noch zu dritt an der Spitze, Nüssli, Bigham und ich. Nüssli forderte uns auf zusammen zu arbeiten, damit wir unseren Vorsprung weiter ausbauen könnten. Als sie die Führung übernahm, schlug sie auch gleich ein hohes Tempo an, und ich hatte etwas Mühe mitzuhalten. Also blieb ich im Windschatten und versuchte möglichst wenig Führungsarbeit zu leisten. Ich fragte mich, ob ich wohl zu viel Führungsarbeit gemacht hatte am Anfang? Hatte ich mich überschätzt bzw. die anderen unterschätzt? Als wir dann beim ersten Anstieg bald oben waren, konnte Bigham sich etwas von uns lösen und ging mit einem kleinen Vorsprung in die Abfahrt. Dies beunruhigte mich aber nicht wirklich, denn ich hoffte sie in der Abfahrt wieder einzuholen. Leider war die Abfahrt dann nicht sehr technisch und ich war etwas überrascht, wie schnell sie runterfuhr. Bigham hatte einen Durchschlag und verlor Luft, so entschied sie sich in der nächsten Techzone das Rad wechseln. So konnte ich die Führung wieder übernehmen. Ich rechnete aber damit, dass sie mich bald wieder einholen würde, da ich leichte Magenprobleme hatte und irgendwie das Gefühl hatte die Nahrung nicht wirklich aufnehmen zu können. Ich trank und trank, doch irgendwie kam keine Energie. Als ich dann bei der nächsten Abfahrt auch noch falsch gefahren bin, weil ich einen Abzweiger von einer Schotterstrasse in einen Singletrail verpasste und so sicher zwei Minuten liegen liess, da ich ja wieder zurückfahren musste, dachte ich sie hätte mich bestimmt überholt. Doch als ich dann in der nächsten Feedzone nachfragte, sagte man mir, dass ich immer noch an der Spitze des Feldes sei. So kämpfte ich weiter, doch die Kilometer wollten einfach nicht weniger werden, immer noch 30 Kilometer bis zum Ziel. Die Strecke war wirklich cool, viele Singletrails, tolle Landschaft, obwohl ich nicht wirklich Zeit hatte, sie zu bewundern, denn ich wusste nicht wie viel Vorsprung ich hatte, und es konnte noch so viel passieren. Ich fur weiter, kam zur zweit letzten Feedzone, weiter, den letzten Anstieg hinauf. Irgendwann in diesem Aufstieg holten mich dann die ersten Männer ein, es windete kurz und vorbei waren sie. Okay, sie hatten auch eine Gruppe und ich musste alleine fahren.
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